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Destination Japan


Japan ist ein Land voller alter Traditionen und Gebräuche, die auf uns doch recht exotisch wirken können. Hier haben wir eine kleine Sammlung der grundlegenden Gebräuche gemacht, die für Ihren ersten Japan-Trip wichtig sein könnten.

Schuhe aus!

Ob im Tempel, in der Schule, oder gar auf der Toilette - überall heißt es: raus aus den Schuhen, rein in die Pantoffeln. In Japan gelten die Straßenschuhe als unrein, noch dazu täten sie den empfindlichen Tatami (Strohmatten) nicht besonders gut.
Es gibt daher eigentlich stets und ständig auch Bilder, die den Besucher darauf hinweisen, die Schuhe auszuziehen. Sollten Sie jedoch nicht sicher sein, ist es ratsam, erst einmal vor dem Betreten der Halle, Tempels, etc. die Schuhe auszuziehen. Für unsere Reisen heißt das: Im Ryokan oder in der Tempelherberge und generell auf den Tatami: Schuhe aus!

Die Rotznase

In Japan ebenfalls verpönt ist das Naseputzen in der Öffentlichkeit. In Gesellschaft, beim Essen oder in der Bahn wird man so gut wie niemanden antreffen, der sich mit einem Taschentuch die Nase putzt. Abhilfe kann man sich also nur beschaffen, in dem man die Toilette aufsucht und dort die Nase putzt oder sich der Allgemeinheit anschließt und die Nase mehr oder weniger dezent einfach hochzieht.

Beim Essen

Ganz wichtig: nie sich selbst einschenken, immer erst dem Nachbarn, der einem dann selbst einschenkt. Auch niemals die Stäbchen in den Reis stecken. Auf diese Weise wird der Reis ausschließlich am buddhistischen Hausaltar den Geistern der verstorbenen Vorfahren als Speiseopfer dargeboten.

Übernachtung auf Japanisch

In unserem Onsen-Hotel oder im Tempel am heiligen Berg Kôyasan werden wir in den Genuss kommen, ein traditionell ausgestattetes japanisches Zimmer zu bewohnen. Zur kalten Jahreszeit wird in der Mitte des Zimmers vermutlich ein niedriger Tisch mit unscheinbarer Decke stehen. Wenn ein Unwissender nun unter diese Decke schlüpft, wird er sehr schnell merken, warum die Japaner im Winter in ihren Wohnzimmern mit der ganzen Familie wie angeleimt an diesem Tisch sitzen. Der "Kotatsu", so heißt der kleine Tisch, ist ein beheizbarer Tisch und spendet in den kühlen, oft nur wenig beheizten japanischen Zimmern wohlige Wärme. Vorm Schlafengehen wird das Futon, das Bett, dann ausgebreitet. Zwar schläft man auf dem Boden, doch die Unterlage (wenn man so will: die Matratze) ist so dick, dass es dennoch sehr bequem ist. Für gewöhnlich bekommt der Gast hier auch einen Yukata, einen Baumwollkimono und im Winter eine gefütterte Jacke zum überziehen.

How to "Onsen" - Anleitung für das japanische Bad

Auf unseren Reisen werden wir auch in Berührung kommen mit einem japanischen Bad. Diese Bäder sind Gemeinschaftsbäder (meist nach Geschlechtern getrennt). Hier gibt es ebenfalls bestimmte Regeln, die wir kurz erläutern möchten, um mögliche Fettnäpfen zu vermeiden.
Der Badewillige betritt den Eingangsbereich meist mit eigenen Hausschuhen. In dem Vorraum wird sich der Kleidung (und Pantoffeln) entledigt und diese in einen Korb oder in ein Schließfach gelegt. Zumeist gibt es Handtücher und kleine Handtücher in den Unterkünften. Das große Handtuch bleibt im Vorraum. Ins eigentliche Bad darf nur das kleine Handtuch mitgenommen werden. Die meisten legen sich dieses auf den Kopf, binden ein Stirnband daraus oder nutzen es tatsächlich, um sich grob zu bedecken beim Betreten. Im eigentlichen Baderaum/Bad gibt es extra Duschen und Waschplätze. Hier muss sich gänzlich gereinigt werden. Es sollen keine Verunreinigungen in das Badewasser gelangen (hier ist bei kleinen Bädern darauf zu achten, dass auch keine Seife durch das Duschen in das eigentliche Badewasser gelangt). Und dann bleibt nur noch: Rein in das heiße Wasser und entspannen!